Das Haus - der Konvent
Historisches
Erwerb und Sanierung - ein Kraftakt
Die Zukunft des Hauses

Der Blidenbauer - Künstler oder kunstfertiger Handwerker?
F
orscher- und Erfindergeist
Erkenntnisentwicklung
Modelle, Modelle, u. die Große Blide ...
 

Kunst und Handwerk
Plastik "Wege nach oben"
Modell "Arabischer Rammbock"

 

Der Maler
Serie "Perspektiven"
Serie "Fulguration"
Diverse Einzelbilder

 

Literatur- u. Quellenhinweise




Impressum:
Freudemann Birgit
Texte u. Lektorat
Ostheimer Str. 50
61130 Nidderau
Telefon: 06187991592
Mobil: 01797060046
BirgitFreudemann|AT|web.de
Düvel Karl-Heinz
Design
Anschrift wie oben
Telefon: 06187991592
Mobil: 015112753707
kh.duevel|AT|t-online.de



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Aktualisiert im :
August 2010

                           

 

 

 

Kunst und Kultur im Konvent in Weißensee

 

... ein Refugium für kreative Menschen

 

Willkommen auf unseren Seiten, die ein großes Haus, Modellbau der besonderen Art sowie eine Blide, eine Plastik, Ölgemälde und das Portrait eines Künstlers zum Inhalt haben.

Eine kleine mittelalterliche Stadt in Thüringen: Weißensee. Eingeschlossen von einer nahezu intakten Mauer mit vier Toren, Kopfsteinpflasterstraßen und einem der ältesten Rathäuser Deutschlands mit einem  vorzüglichen selbstgebrauten Bier. Und über allem thront die Runneburg, einst Sitz des Landgrafen Ludwig II., der Eiserne, und seiner Gemahlin Jutta Claritia, einer Halbschwester des Staufers Friedrich I., des späteren Kaisers Barbarossa. Unter Jutta Claritia, die eine sehr hohe Stellung innehatte, wurde die Runneburg zu einer staufischen Burg ausgebaut. Die Runneburg in Weißensee, stark umkämpfte landgräfliche Burg, gilt als die Schwesterburg der Wartburg in Eisenach. Ausgrabungen des letzten Jahrzehnts,
im Zuge der Wiederherstellung der ursprünglich staufischen Burg, brachten kunstgeschichtlich außergewöhnliche Dinge zum Vorschein. Zur Würdigung und Wahrung geschichtlicher Bedeutsamkeit die große Attraktion im Burggarten: die  Blide, das „teuflische Werkzeug“,  18 Meter hoch und voll funktionsfähig, oft im Einsatz und weithin bewundert.

Diese Blide, ein mittelalterliches Hebelwurfgeschütz zum Verschießen schwerer Steine, beruht, exakt so, wie sie heute dort steht,  auf Forschungs- und Erfindergeist sowie vielseitigem künstlerischen Können eines zu Lebzeiten ruhelosen wie genialen Menschen.  Ihm ist diese Site posthum gewidmet.

Im Ort, an exponierter Stelle, neben der großen landgräflichen Kirche, ein altes, großes Haus: der Konvent, einst Hospital der Johanniterkommende in Weißensee, urkundlich 1534 erstmals erwähnt, mit architektonischen Besonderheiten und heute unter Denkmalschutz, nach turbulenten Jahren unterschiedlichster Nutzungen und Wertungen und Verwerfungen. 1997 kurz vor dem Abriss gerettet für das authentische Stadtbild von Weißensee durch eben diesen Künstler und seine Familie, vollständig entkernt und restauriert, unter denkmalpflegerischen Gesichtspunkten und unter Aufbietung aller zur Verfügung stehenden Kräfte in mühevollster Kleinarbeit bis zum Tod des Künstlers im Jahre 2000.

Wir wollen mit diesen Seiten einer breiten Öffentlichkeit sowohl die Werke des Mannes vorstellen als auch die künstlerischen und kulturellen Möglichkeiten, die mit der Nutzung des Hauses angedacht waren, nun aber nicht mehr realisiert werden konnten.

Mittlerweile steht das Haus zum Verkauf, d.h., es wird wohl über kurz oder lang einen anderen Eigentümer gefunden haben. Interessiert am Erwerb dieses geschichtsträchtigen Hauses? Exposé sowie Kontakt zu unserem Makler im Internet ... Oder rufen Sie uns doch einfach mal an (siehe Impressum)!

 



 

Der Künstler Werner Freudemann will erst noch entdeckt werden. Nicht nur die breite Öffentlichkeit möchten wir mit diesen Seiten ansprechen. Wir wenden uns im Besonderen an ...

Kunsthistoriker, Leiterinnen und Leiter von Kunstausstellungen, Kunstmuseumsleiter, an offene, unvoreingenommene, unbefangene Kunstinteressierte und echte Kunstliebhaber, für die wir im Anhang einen gesonderten Text vorbereitet haben. mehr ...

Neben der großen Blide auf der Burg, einem der beeindruckendsten Ergebnisse seines Schaffens, vielen kleinen und größeren Blidenmodellen und einer Plastik, war Werner Freudemann ... (ausführlicher Lebensbericht auf den Folgeseiten) – seit 1986 Mitglied des Berufsverbands Bildender Künstler e.V., Frankfurt/Main – auch ein begabter Maler mit besonderer philosophischer Aussagekraft und außergewöhnlicher Technik, in dessen Werk sich die Erfahrungen langer Orientreisen und die Strukturen abendländischer Denkweisen widerspiegeln. In seinem Wesen bescheiden, trat er nur äußerst zurückhaltend an die Öffentlichkeit. Seine Gemälde signierte er mit „Sony“. Hinter dem selbstgewählten Künstlernamen verbarg sich die Reverenz an eine indische Persönlichkeit, die ihm, dem vaterlosen Kriegswaisen, zeit seines Lebens eine Art Vaterfigur gewesen war. Sein innigster Wunsch, seine Werke in einem Museum ausgestellt zu sehen, wurde ihm nicht erfüllt. Vielleicht gelingt  uns mit dieser Website posthum eine angemessene Würdigung seiner Leistungen.

Der Konvent konnte nicht als Ersatz für ein Museum und auch nicht als kommerzielle Galerie dienen. Alle  hier gezeigten Werke Werner Freudemanns befinden sich in Familienbesitz.

Einige Gemälde, von denen es keine Ablichtungen gibt, sind in andere Hände gegangen, nach USA und Indien, einige verschollen, darunter eine umfangreiche Dichtung in persischer Sprache und Schrift, eine kalligrafische Besonderheit, welche die Entstehungsgeschichte der Blide vorweg nimmt, zu der es aber keine vollständige Kopie mehr gibt. Das muss als außerordentlicher Verlust gelten. Allerdings bleibt die stille Hoffnung, dass im Zeitalter der Internetkommunikation und mit Hilfe dieser Website diese Dichtung vielleicht doch wieder den Weg zurück nach Europa findet.

Weißensee liegt im Landkreis Sömmerda, etwa 30km nördlich von Erfurt und 40km entfernt von der Kulturstadt Weimar.

 

 

Aktuelle Meldung (September 2009):
Die Große Blide, von der hier ausführlich die Rede ist, wurde im Zuge der Auflösung des Runneburg-Vereins an die Stadt Leinefelde-Worbis (s. a.: Tourismusseite) in Thüringen verkauft; die Blide wird dort, auf der Burg Scharfenstein, im Verlauf des Jahres 2010 in Betrieb genommen werden. Nähere Informationen hierzu finden sich in einer Presseerklärung auf der Website des Runneburgvereins. Die Blide wurde im Frühjahr 2010  demontiert und abtransportiert ...