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Willkommen auf unseren Seiten,
die ein großes Haus, Modellbau der besonderen Art sowie eine Blide, eine Plastik, Ölgemälde
und das Portrait eines Künstlers zum Inhalt haben.
Eine
kleine mittelalterliche Stadt in Thüringen: Weißensee. Eingeschlossen von
einer nahezu intakten Mauer mit vier Toren, Kopfsteinpflasterstraßen und
einem der ältesten Rathäuser Deutschlands mit einem vorzüglichen
selbstgebrauten Bier. Und über allem thront die Runneburg, einst Sitz des
Landgrafen Ludwig II., der Eiserne, und seiner Gemahlin Jutta Claritia, einer Halbschwester
des Staufers Friedrich I., des späteren Kaisers Barbarossa. Unter Jutta
Claritia, die eine sehr hohe Stellung innehatte, wurde die Runneburg zu
einer staufischen Burg ausgebaut. Die Runneburg in Weißensee, stark
umkämpfte landgräfliche Burg, gilt als die Schwesterburg der
Wartburg in Eisenach. Ausgrabungen des letzten Jahrzehnts,
im Zuge der Wiederherstellung der ursprünglich
staufischen Burg, brachten kunstgeschichtlich
außergewöhnliche Dinge zum Vorschein. Zur Würdigung und Wahrung
geschichtlicher Bedeutsamkeit die große Attraktion im Burggarten: die Blide, das „teuflische Werkzeug“, 18
Meter hoch und voll funktionsfähig, oft
im Einsatz und weithin bewundert.
Diese Blide,
ein mittelalterliches Hebelwurfgeschütz zum Verschießen schwerer Steine,
beruht, exakt so, wie sie heute dort steht, auf Forschungs- und
Erfindergeist sowie vielseitigem künstlerischen Können eines zu Lebzeiten
ruhelosen wie genialen Menschen. Ihm ist diese Site posthum gewidmet.
Im
Ort, an exponierter Stelle, neben der großen landgräflichen Kirche, ein
altes, großes Haus: der Konvent, einst Hospital der Johanniterkommende in
Weißensee, urkundlich 1534 erstmals erwähnt, mit architektonischen
Besonderheiten und heute unter Denkmalschutz, nach turbulenten Jahren
unterschiedlichster Nutzungen und Wertungen und Verwerfungen. 1997 kurz
vor dem Abriss gerettet für das authentische Stadtbild von Weißensee durch
eben diesen Künstler und seine Familie, vollständig entkernt und
restauriert, unter denkmalpflegerischen Gesichtspunkten und unter
Aufbietung aller zur Verfügung stehenden Kräfte in mühevollster
Kleinarbeit bis zum Tod des Künstlers im Jahre 2000.
Wir
wollen mit diesen Seiten einer breiten Öffentlichkeit sowohl die Werke des Mannes vorstellen
als auch die künstlerischen und kulturellen Möglichkeiten, die mit der Nutzung des Hauses
angedacht waren, nun aber nicht mehr realisiert werden konnten.
Mittlerweile steht das Haus zum Verkauf, d.h., es wird wohl über kurz oder
lang einen anderen Eigentümer gefunden haben. Interessiert am Erwerb
dieses geschichtsträchtigen Hauses?
Exposé sowie Kontakt zu unserem Makler im Internet ... Oder
rufen Sie uns doch einfach mal an (siehe Impressum)!
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Der Künstler Werner Freudemann
will erst noch entdeckt werden. Nicht nur die breite Öffentlichkeit
möchten wir mit diesen Seiten ansprechen. Wir wenden uns im Besonderen an
...
Kunsthistoriker, Leiterinnen und Leiter von
Kunstausstellungen, Kunstmuseumsleiter,
an offene,
unvoreingenommene, unbefangene Kunstinteressierte und echte
Kunstliebhaber, für die wir im Anhang einen gesonderten Text vorbereitet
haben.
mehr ...
Neben der großen Blide auf der Burg, einem der beeindruckendsten Ergebnisse seines
Schaffens, vielen kleinen und größeren Blidenmodellen und einer Plastik,
war
Werner Freudemann
...
(ausführlicher Lebensbericht auf den Folgeseiten) – seit
1986 Mitglied des Berufsverbands Bildender Künstler e.V., Frankfurt/Main –
auch ein begabter Maler mit besonderer philosophischer Aussagekraft und
außergewöhnlicher Technik, in dessen Werk sich die Erfahrungen langer
Orientreisen und die Strukturen abendländischer Denkweisen widerspiegeln.
In seinem Wesen bescheiden, trat er nur äußerst zurückhaltend an die
Öffentlichkeit. Seine Gemälde signierte er mit „Sony“. Hinter dem selbstgewählten Künstlernamen verbarg sich die Reverenz an eine indische
Persönlichkeit, die ihm, dem vaterlosen Kriegswaisen, zeit seines Lebens
eine Art Vaterfigur gewesen war. Sein innigster Wunsch, seine Werke in
einem Museum ausgestellt zu sehen, wurde ihm nicht erfüllt. Vielleicht
gelingt uns mit dieser Website posthum eine angemessene Würdigung seiner
Leistungen.
Der Konvent konnte nicht als Ersatz für ein Museum und auch nicht
als kommerzielle Galerie dienen. Alle hier gezeigten Werke Werner
Freudemanns befinden sich in Familienbesitz.
Einige Gemälde, von denen es keine
Ablichtungen gibt, sind in andere Hände
gegangen, nach USA und Indien, einige verschollen, darunter eine
umfangreiche Dichtung in persischer Sprache und Schrift, eine
kalligrafische Besonderheit, welche die
Entstehungsgeschichte der Blide vorweg nimmt, zu der es aber keine
vollständige Kopie mehr gibt. Das muss als außerordentlicher Verlust
gelten. Allerdings bleibt die stille Hoffnung, dass im Zeitalter der
Internetkommunikation und mit Hilfe dieser Website diese Dichtung vielleicht doch wieder den Weg zurück
nach Europa findet.
Weißensee
liegt im Landkreis Sömmerda, etwa 30km nördlich von Erfurt und 40km
entfernt von der Kulturstadt Weimar.
Aktuelle Meldung
(September 2009):
Die Große Blide, von der hier ausführlich die Rede
ist, wurde im Zuge der Auflösung des Runneburg-Vereins an die Stadt
Leinefelde-Worbis (s. a.:
Tourismusseite) in Thüringen verkauft; die
Blide wird dort, auf der Burg Scharfenstein, im Verlauf des Jahres 2010 in
Betrieb genommen werden. Nähere Informationen hierzu finden sich in einer
Presseerklärung auf der
Website des
Runneburgvereins. Die Blide wurde im Frühjahr
2010 demontiert und abtransportiert ...
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